TENS ist eine praktikable Form der nichtinvasiven Elektrotherapie bei Verwendung besonderer Reizstrom-, Elektroden- und Anwendungskriterien. Hauptziele der Therapie sind Schmerzunterdrückung, Durchblutungssteigerung, und Muskelentspannung.
TENS befindet sich seit mehr als 20 Jahren in der praktischen Anwendung und kann nach Einschulung selbständig durch den Patienten zu Hause durchgeführt werden. Da die TENS-Therapie wissenschaftlich begründet ist, erfolgt für diese Therapie die Kostenübernahme durch die Krankenkassen. TENS wird über kleine batteriegespeiste Stimulatoren durchgeführt.
Diese kleinen Geräte können auch während der Behandlung bequem in der Kleidung oder am Gürtel getragen werden. In der Schmerztherapie wird am häufigsten die konventionale Reizung mit niedriger Intensität (5 bis 20 mA) und gleichbleibender Frequenz von 100 Hz bei relativ kurzen Einzelreizen (150 bis 300 mcs) angewendet. Hierbei treten kribbelnde Parästhesien unter den Elektroden oder im Innervationsareal der gereizten Nerven auf, ohne daß es zu Muskelkontraktionen und Schmerzempfindungen kommt.
Die Lage der Elektroden sollte sich primär nach der Schmerzlokalisation, der segmentalen Schmerzausstrahlung, dem Verlauf betroffener Nerven, der Lage von Trigger- oder Akupunkturpunkten richten. TENS als Behandlungsmethode besitzt ein breites Anwendungsspektrum, hohe Effektivität und Wirtschaftlichkeit. Sie ist bei richtiger Anwendung ungefährlich und nebenwirkungsfrei.
Als Kontraindikationen sollen Schrittmacher, Hautirritationen, Abneigungen gegen Elektrizität, psychische Erkrankungen, Epilepsie und starke Herzrhythmusstörungen beachtet werden.
TENS wird erfolgreich bei Schmerzen des Bewegungsapparates, Muskelverspannungen, posttraumatischen Schmerzen, Neuralgien, Stumpf- und Phantomschmerzen, peripheren Durchblutungsstörungen sowie postoperativen Schmerzen angewandt.